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Zurück zur Natur: Landesforsten wollen Naturwälder

Der größte Naturwald soll in der Nähe von Hessisch Oldendorf entstehen. (Archivbild)
Der größte Naturwald soll in der Nähe von Hessisch Oldendorf entstehen. (Archivbild)
Foto: Landesforsten/Fritz Griese (Archiv)

Hannover. Niedersachsen will bis zum Jahr 2020 zehn Prozent seiner Landesforsten einer natürlichen Entwicklung überlassen. Nach den Plänen des Agrarministeriums sollen sich diese Naturwälder, bei denen der Mensch nicht mehr aktiv eingreift, mit der Zeit zu "Urwäldern der Zukunft"entwickeln. Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) will das Konzept am Donnerstag um 14 Uhr im Süntel vorstellen.

In der Nähe von Hessisch Oldendorf soll künftig auf einem Areal von 1.300 Hektar der größte Naturwald außerhalb vom Nationalpark Harz liegen. Im Naturwald wird kein Holz mehr geschlagen, auch Neuanpflanzungen gibt es nicht.

Nach Angaben des Agrarministeriums sind derzeit 27.400 Hektar Wald sich selbst überlassen, das entspricht 8,2 Prozent der Fläche der niedersächsischen Landesforsten. Ziel ist es, den Naturwald auf 33.300 Hektar auszudehnen, was einem Anteil von 10 Prozent entsprechen würde.