Welt 

Gegen das Vergessen: Maas besucht Yad Vashem

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) auf einem seiner vielen Flüge. (Archivibild)
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) auf einem seiner vielen Flüge. (Archivibild)
Foto: Kay Nietfeld/dpa

Jerusalem. Außenminister Heiko Maas wird am Sonntag zu Beginn seines Antrittsbesuchs in Israel die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besuchen. Der SPD-Politiker hatte in seiner Antrittsrede mit dem Satz für Aufsehen gesorgt, er sei wegen Auschwitz in die Politik gegangen. Damit begründete er seinen Vorhaben, eine Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen zu einem Schwerpunkt seiner Amtszeit zu machen.

Netanjahu und Abbas

Den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu trifft Maas erst am Montag. Außerdem ist dann ein Gespräch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah geplant.

Beziehungen angespannt

Seit Anfang vergangenen Jahres sind die deutsch-israelischen Beziehungen angespannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte damals offensichtlich aus Verärgerung über die israelische Siedlungspolitik im palästinensischen Westjordanland die Regierungskonsultationen mit Israel auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

Eklat mit Gabriel

Kurz danach kam es zu einem Eklat beim Antrittsbesuch des damaligen Außenministers Sigmar Gabriel (SPD) in Israel. Netanjahu ließ ein Treffen mit Gabriel platzen, weil dieser sich mit regierungskritischen Organisationen verabredet hatte.

Dieser Konflikt wurde aber im Januar bei einem weiteren Besuch Gabriels ausgeräumt. Die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen sollen in diesem Jahr nachgeholt werden.