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Niedersachsen: Steigende Zahl von Terrorermittlungen

Die Zahl der Terrorermittlungen steigt (Symbolbild).
Die Zahl der Terrorermittlungen steigt (Symbolbild).
Foto: Susann Prautsch/dpa

Celle. Angesichts der wachsenden Zahl von Islamisten in Niedersachsen steigt die Zahl der Ermittlungen der vor gut einem Jahr geschaffenen Zentralstelle zur Terrorbekämpfung bei der Generalstaatsanwaltschaft Celle.

In erheblichem Umfang sind die Ermittler aber auch mit Flüchtlingen beschäftigt, die sich im Rahmen ihres Asylverfahrens selber bezichtigen, angeblich Mitglied einer Terrororganisation gewesen zu sein.

Verfahrensflut ebbt nicht ab

Einige Asylbewerber behaupten, Mitglied des IS, der somalischen Al Shabab oder der Taliban in Afghanistan gewesen zu sein. Die Flut dieser Verfahren ebbe voraussichtlich nicht ab, sagte der Sprecher. Ein Grund für eine Selbstbezichtigung kann sein, damit einer befürchteten Abschiebung zunächst zu entgehen.

Insgesamt laufen bei der Zentralstelle Terrorismus derzeit mehr als 100 Ermittlungsverfahren, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. 39 Terrorverfahren wurden seit Anfang 2017 bereits abgeschlossen.