Welt 

Integrations-Beauftragte: Schneller Familiennachzug wichtig

Weibliche Bezugspersonen würden laut Schröder-Köpf die Lage entspannen (Symbolbild).
Weibliche Bezugspersonen würden laut Schröder-Köpf die Lage entspannen (Symbolbild).
Foto: Sophia Kembowski

Hannover. Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Doris Schröder-Köpf, spricht sich für einen schnellen Familiennachzug bei Flüchtlingen aus. "Wir wissen, dass Perspektiv- und Sprachlosigkeit die Aggression erhöht und zugleich die Anwesenheit von Frauen mäßigend wirkt", sagte die SPD-Politikerin mit Blick auf die Messerattacke auf eine 24-Jährige der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Zuwanderer nicht aggressiver

Ein 17-Jähriger soll am Samstag in Burgwedel die 24-Jährige niedergestochen haben. Der Jugendliche sowie seine 13 und 14 Jahre alten Begleiter sind nach Polizeiangaben syrische Flüchtlinge. Gegen den 17-Jährigen wurde laut Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen.

Schröder-Köpf betonte, dass Zuwanderer statistisch betrachtet nicht aggressiver seien als Einheimische. "Aber es kommen eben vor allem junge Männer, und gerade bei Männern zwischen 13 und 35 ist das Gewaltpotenzial in allen Kulturen erhöht", beschrieb sie im HAZ-Interview. Deshalb sei es wichtig, dass Flüchtlinge nicht beschäftigungslos in großen Einrichtungen sitzen und dass der Familiennachzug umgesetzt wird, "damit sich weibliche Bezugspersonen wie Mütter und Schwestern im Lebensumfeld der Flüchtlinge befinden."