Welt 

Darum liegt in Russland derzeit orangefarbener Schnee

Das seltene Zusammentreffen von Sahara-Sand und Schneewolken verwandelt die Skigebiete in Mars-Landschaften.
Das seltene Zusammentreffen von Sahara-Sand und Schneewolken verwandelt die Skigebiete in Mars-Landschaften.
Foto: Margarita Alshina / dpa
In den russischen Bergen spielt sich derzeit ein seltenes Naturphänomen ab. Das Ergebnis: orangefarbener Schnee für Wintersportler.

Sotschi.  Man könnte denken, die Bilder seien mit einem Sepia-Filter bearbeitet, doch was einige Wintersportler in diesen Tagen mit ihrer Kamera festhalten, entspricht der Wirklichkeit. Wer gerade in der Gegend um Sotschi in Russland auf seinen Skiern steht, kann dort über orangefarbenen Schnee fahren.

Der Grund dafür ist ein besonderes Naturphänomen. Im Netz kursierten am Wochenende wilde Spekulationen darüber.

Schnee trifft auf Sand

Und so kam der orangefarbene Schnee zustande: Bevor der Schnee in den Bergen von Russland gefallen ist, hat er sich am Himmel mit feinem Sand vermischt. Die Sandkörner wurden aus der größten Wüste der Welt, der Sahara in Afrika, bis nach Russland geweht.

Gefährlich ist der orangefarbene Schnee für Skifahrer zwar nicht, „verfärbter Schnee oder Regen sollten aber nicht als Trinkwasser verwendet werden“, rät ein Experte. Bis nach Deutschland weht der Wüstensand diesmal nicht. Trotzdem kann so etwas auch hier vorkommen, allerdings sehr selten.

Das Netz wundert sich

Auf Instagram kursierten bereits vor einigen Tagen die ersten Fotos von dem Naturspektakel. Nicht nur Touristen wunderten sich über den Schnee in Orange, auch Einheimische vermuteten direkt Schlimmstes. Etwa dass es einen Unfall in einer der nahegelegenen Chemiefabriken gab.

Wie der „stern“ berichtet, haben Experten die Niederschläge untersucht, um die Bevölkerung zu beruhigen. Schnell gab es Entwarnung und mit allen Gerüchten konnte aufgeräumt werden: Der besondere Schnee sieht verrückt aus, ist aber für Menschen absolut ungefährlich.

(dpa/alka)