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Lasst sie doch feiern: Opposition will Tanzverbot kippen

Am kommenden Karfreitag nicht nur hier verboten: Party im "Jolly Time" in Braunschweig (Archivbild).
Am kommenden Karfreitag nicht nur hier verboten: Party im "Jolly Time" in Braunschweig (Archivbild).
Foto: Timo Schneider/szene38.de

Hannover/Braunschweig. Vertreter der FDP und der Grünen im niedersächsischen Landtag fordern die Abschaffung des Tanzverbots, das von Gründonnerstag bis Mitternacht am Karsamstag gilt. Karfreitag ist ein sogenannter stiller Feiertag. "Das Tanzverbot an diesen Tagen ist überhaupt nicht mehr zeitgemäß und sollte jetzt endlich abgeschafft werden» sagte der kultuspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Björn Försterling aus Wolfenbüttel, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Auch die Grünen-Abgeordnete Julia Willie Hamburg fordert dem Blatt zufolge eine Reform: "Es wird Zeit, dass wir das Tanzverbot ändern – es hat sich schlicht überlebt", so die Grünen-Politikerin.

Gegenüber news38.de kritisierte auch David Kessler, Vorsitzender des "Die Partei"-Bezirks Region38, das Tanzverbot als "stillschweigend akzeptierten Anachronismus". Wer Ruhe und Besinnung an Karfreitag sucht, "sollte einfach nicht in Clubs oder Bars danach suchen", meint Kessler.

Was bringt geändertes Gesetz?

Bei der anstehenden Überarbeitung des Feiertagsgesetzes sollte es nach dem Willen der Opposition auch zu einer Streichung des Tanzverbotes kommen.

Die Entscheidung über einen zusätzlichen Feiertag und eine Änderung des Feiertagsgesetzes biete eine gute Gelegenheit, dieses Thema im Landtag anzusprechen, argumentierte Försterling.