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Abgezischt! Dieses Urteil dürfte Beck's nicht schmecken

Die Brauerei Becks scheitert vor dem Bundesverfassungsgericht. (Symbolbild)
Die Brauerei Becks scheitert vor dem Bundesverfassungsgericht. (Symbolbild)
Foto: dpa

Karlsruhe. Die Bremer Brauerei Beck's ist wegen einer Gewerbesteuerzahlung nach dem Verkauf von Firmenanteilen vor das Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe gezogen. Die Brauerei wollte rund 146 Millionen Euro vom Finanzamt zurück.

Brauerei scheitern vor Bundesverfassungsgericht

Die Bremer Brauerei Beck's ist am Dienstag mit einer Verfassungsbeschwerde gegen einen Gewerbesteuerbescheid in Millionenhöhe für das Jahr 2002 gescheitert.

. In dem Fall geht es um rund 146 Millionen Euro, die nach dem Verkauf von Firmenanteilen an der Brauerei Beck's fällig wurden. Beim Verkauf von Gewerbebetrieben sei es erlaubt, für Kapital- und Personengesellschaften Gewerbesteuer zu erheben.

Viele Unternehmen müssen nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts auch künftig beim Verkauf von Firmenanteilen Gewerbesteuer zahlen.

Folgen sich weitreichend

Seit 2002 ist die Gewerbesteuer auch für Gewinne nicht nur aus dem Verkauf von Anteilen von Kapitalgesellschaften, sondern auch von Personengesellschaften fällig. Die Neuregelung gilt nur dann nicht, wenn eine Einzelperson Anteile verkauft. Die Brauerei sah deshalb ihre Gleichheitsrechte verletzt. Das Urteil der Verfassungsrichter hat nun weitreichende Folgen über den Einzelfall hinaus.