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Niedersachsen: Mehr Sexualdelikte angezeigt

Frauen demonstrieren auf der Reeperbahn gegen Sexismus und Gewalt (Archivbild).
Frauen demonstrieren auf der Reeperbahn gegen Sexismus und Gewalt (Archivbild).
Foto: dpa

Hannover. Die Zahl der angezeigten Sexualdelikte in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr gestiegen. 2017 wurden laut Landeskriminalamt 5.749 Fälle gegen die sexuelle Selbstbestimmung bekannt, 740 davon betreffen die sexuelle Belästigung.

2016 gab es in Niedersachsen insgesamt 5.226 erfasste Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Der Anteil der "nichtdeutschen Tatverdächtigen" lag in Niedersachsen bei 23 Prozent.

Mehr im Fokus

Durch Vorfälle wie die Übergriffe in der Kölner Silvesternacht oder die "Me-Too"-Debatte ist sexualisierte Gewalt stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Auch in Sachen Gesetzgebung hat sich etwas getan: Ende 2016 wurde das Sexualstrafrecht verschärft.

Grapschen ist Straftat

Unter anderem wurde der Tatbestand der "sexuellen Belästigung" im Paragraf 184i des Strafgesetzbuches (StGB) normiert. Galt der Griff an den Busen bis zur Neuregelung lediglich als "Beleidigung auf sexueller Grundlage", fällt er nun unter die "Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung".