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Eine alte Bedrohung: Blindgänger in Niedersachsen

Diese Bomben sind Anfang Mai 2017 in Hannover entschärft worden. Nach getaner Arbeit posierte das Team der Kampfmittelräumer für die Kamera.
Diese Bomben sind Anfang Mai 2017 in Hannover entschärft worden. Nach getaner Arbeit posierte das Team der Kampfmittelräumer für die Kamera.
Foto: dpa

Hannover/Braunschweig. Der Niedersächsische Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) ist 2017 mehr als 700 Mal ausgerückt. Dabei beseitigten die Einsatzkräfte rund 130 Tonnen Weltkriegs-Munition. 271 Mal mussten die Kampfmittel vor Ort gesprengt werden - verletzt wurde niemand. Im Jahr 2016 waren es nur 93 Tonnen Kampfmittel, allerdings verteilt auf fast 1.000 Einsätze.

Bomben an der Nordsee

Besonders in der niedersächsischen Nordsee werden vermehrt Munition und Bomben entdeckt. Das liegt vor allem daran, dass dort immer mehr Offshore-Windparks und Kabeltrassen entstehen.

Auch mehr als 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg geht von den Blindgängern noch eine erhebliche Gefahr aus. Durch Alterungsprozesse und Korrosion kann es zu plötzlichen Explosionen kommen.

Bombe in Braunschweig entschärft

Erst am vergangenen Mittwoch war in Braunschweig eine amerikanische Fliegerbombe gefunden worden. Mehr als 10.000 Menschen mussten während der Entschärfung aus ihren Wohnungen und Hotels raus.