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EU-Datenschutzverordnung für Mittelständler ein Problem

Für viele Unternehmen ist die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung mit großem Aufwand verbunden.
Für viele Unternehmen ist die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung mit großem Aufwand verbunden.
Foto: Robert Schlesinger / dpa
Die neue EU-Datenschutzverordnung stellt vor allem mittelständische Unternehmen vor Probleme. Viele werden Fristen nicht einhalten.

Berlin.  Fast die Hälfte der 16 Landesdatenschutzbeauftragten warnt davor, dass kleine und mittlere Unternehmen die neuen EU-Datenschutzregeln nicht fristgerecht umsetzen werden. Das geht aus einer Befragung aller Landesdatenschutzbeauftragten durch unsere Redaktion hervor.

Stefan Brink, Datenschutzbeauftragter von Baden-Württemberg, beobachtet, dass ein Drittel der Unternehmen bei der Umsetzung noch die notwendige Entschlossenheit vermissen lasse. „Ein weiteres Drittel ist zwar auf dem Weg, wird eine fristgerechte Umsetzung jedoch nicht mehr schaffen“, sagt er.

Fristgerechte Umsetzung kaum mehr möglich

Von der Hamburger Behörde heißt es, bei kleinen und mittleren Unternehmen „wird in der Beratungspraxis oft deutlich, dass grundlegende Fragen wenige Wochen vor Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung noch nicht geklärt sind und eine fristgemäße Umsetzung unwahrscheinlich ist“.

Dieter Kugelmann, Landesdatenschutzbeauftragter Rheinland-Pfalz geht davon aus, dass nur die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen am 25.Mai gesetzeskonform arbeiten werde. Auch in Sachsen-Anhalt schätzt die Behörde, dass eine „vollständige fristgerechte Umsetzung zumal bei vielen KMU nicht möglich sein wird.“ (as)