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Chico-Mahnwache: Nicht so viel los wie gedacht

Rund 80 Menschen kamen am Sonntag zur Mahnwache für Chico nach Hannover.
Rund 80 Menschen kamen am Sonntag zur Mahnwache für Chico nach Hannover.
Foto: Peter Steffen/dpa

Hannover. Zu einer Mahnwache für den getöteten Hund "Chico" haben sich am Sonntag rund 80 Menschen in Hannover getroffen. Die Anmelder hatten mit 120 gerechnet. Die, die da waren, legten Blumen, Kerzen und Stoffhunde nieder. "Chico ist ermordet worden" und "Für Chico kämpfen wir" war auf Plakaten zu lesen.

Chico wurde Montag eingeschläfert

Der Staffordshire-Mischling hatte seine Besitzer totgebissen, eine 52 Jahre alte Frau und ihren Sohn. Am vergangenen Montag war das Tier eingeschläfert worden. "Chico" litt an einer Kieferverletzung, die vermutlich in der Zeit um die Beißattacke entstand.

"Der Hund ist das Opfer"

"Das Behördenversagen macht mich rasend", erklärte eine Mitarbeiterin eines Tierschutzvereins. Sie könne nicht begreifen, dass Pflegedienste und soziales Umfeld nicht reagiert hätten.

"Wir sind hier, um zu zeigen, dass die Art und Weise, wie das abgelaufen ist, ungerecht ist", betonte ein anderer Mann. "Eine Verwaltung hat es versäumt, frühzeitig die richtigen Schritte einzuleiten. Der Hund ist das Opfer." Jetzt allerdings Verwaltungsmitarbeiter zu bedrohen, sei der falsche Weg.

Nach Morddrohungen gegen Tierärzte und Behördenmitarbeiter wegen der Einschläferung des Hundes hat die Staatsanwaltschaft Hannover inzwischen Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Bilder der Mahnwache: