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Ausschreitungen befürchtet: 2.000 Polizisten sichern Göttingen

Rund 2.000 Polizisten sollen in Göttingen beide Lager voneinander trennen.
Rund 2.000 Polizisten sollen in Göttingen beide Lager voneinander trennen.
Foto: Swen Pförtner/dpa
  • Riesiger Polizeieinsatz am Mittwoch in Göttingen.
  • 2.000 Beamte sollen Universitätsstadt absichern.
  • Grund: Eine rechte Demo - und vier Gegendemos.

Göttingen. Der Universitätsstadt Göttingen steht einer der größten Polizeieinsätze der vergangenen Jahrzehnte bevor. Rund 2.000 Beamte aus mehreren Bundesländern sollen am Mittwoch mögliche Zusammenstöße zwischen Rechtsextremisten und Gegendemonstranten verhindern. Unter anderem schicken auch die Polizei Braunschweig und die Polizei Wolfsburg Beamte nach Göttingen.

Linkes Spektrum im Fokus

Hintergrund des Einsatzes ist ein von der Neonazi-Partei "Die Rechte" angemeldeter Aufmarsch. Zwar haben die Rechten nur 50 Teilnehmer angemeldet, die Polizei fürchtet aber Auseinandersetzungen mit gewaltbereiten Störern aus dem linken Spektrum.

Vier Gegendemos in Göttingen

Göttingens Polizeichef Thomas Rath sagte am Montag, die Einsatzkräfte würden mit allen technischen Geräten in Bereitschaft stehen. Bisher gibt es nach Angaben der Polizei vier genehmigte Gegenveranstaltungen, unter anderem hat der DGB eine Kundgebung mit 500 Menschen angemeldet.

Verkehrschaos und Vorkontrollen

Verkehrsteilnehmer müssen am Mittwoch in Göttingen mit massiven Behinderungen rechnen. Die Polizei will ab dem Nachmittag Teile des Stadtgebiets sperren. Betroffen ist auch der öffentliche Nahverkehr. Die Polizei will auch rund um Göttingen Vorkontrollen durchführen.

Verfassungsschutz sieht Partei als Neonazis

Der 2012 gegründeten Partei "Die Rechte" gehören nach Einschätzung des niedersächsischen Verfassungsschutzes Mitglieder der Neonaziszene an. Sie steht in der Kontinuität der verbotenen neonazistischen Kameradschaften.