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Mädchen stirbt im Schacht: Freibad-Chef vor Gericht

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Foto: Nicolas Armer/dpa

Hannover. Knapp zwei Jahre nach dem Todessturz eines zweijährigen Mädchens in einen unabgedeckten Freibadschacht kommt der Geschäftsführer des Schwimmbads wegen fahrlässiger Tötung in Hannover vor Gericht.

Mädchen fällt in Schacht

Die 25 Kilo schwere Abdeckplatte habe an dem Unglückstag im Juli 2016 nur quer über dem 4,20 Meter tiefen auf der Liegewiese befindlichen Revisionsschacht des Bades in Arnum bei Hannover gelegen, teilte das Amtsgericht am Montag mit.

Dadurch sei ein 14,5 Zentimeter breiter Spalt entstanden, durch den das spielende Mädchen in den Schacht fiel. Nach zwei Stunden Suche wurde das Kind gefunden und kam in eine Klinik. Wenig später starb das Kind.

Mutter guckt ganz kurz nicht hin

Das Kind war nur einen Augenblick aus der Sichtweite seiner Mutter hinter Strandkörben und danach der dichten Bepflanzung rund um den Schacht verschwunden. Der Angeklagte habe als Betreiber die Sorgfaltspflicht gehabt, für das ordnungsgemäße Verschließen des Schachtes zu sorgen, erklärte das Gericht. Der dreitägige Prozess beginnt am Mittwoch.