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Im Mittelfeld: So viel Gehalt bekommen Niedersachsens Beamte

Drei Polizistinnen stehen am 1. Januar am Tatort in Thiede.
Drei Polizistinnen stehen am 1. Januar am Tatort in Thiede.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hannover. Nur Berlin und das Saarland bezahlen schlechter: Aus dem neuesten Besoldungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes geht hervor, dass die Bezahlung niedersächsischer Beamter bundesweit im unteren Mittelfeld liegt, das berichtet die "Braunschweiger Zeitung" am Mittwoch.

Am Ende der Laufbahn im mittleren Dienst (Besoldungsgruppe A7) liegt das Jahresgehalt in Niedersachsen bei 34.500 Euro. In Berlin sind es gut 33.700 Euro und auch im Saarland gibt es nur ein paar Hundert Euro mehr.

Topverdiener im Süden

Im Gegensatz dazu verdienen Beamte in Bayern mit einem Jahresgehalt von rund 37.000 Euro bundesweit mit Abstand am meisten. Eine weitere Abstufung gibt es zu Beamten, die für die Bundesbehörden arbeiten: Diese verdienen immer besser, je höher ihre Besoldungsgruppe ist.

Bundesbeamte kassieren ab

Einige Staatsdiener im höheren Dienst könnten sogar zu Spitzenverdienern in ihrer Besoldungsklasse werden, sobald die von der Bundesregierung angekündigte Verdienststeigerung für Angestellte im öffentlichen Dienst und Bundesbeamte greift. Mit demnächst 65.700 Euro Jahresbrutto werden Bundesbeamte sogar rund 200 Euro mehr verdienen als bayerische Beamte.

Öffentlicher Dienst nicht konkurrenzfähig?

Vor diesem Hintergrund befürchtet die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack, "dass der öffentliche Dienst im Wettbewerb um Fachkräfte oft nicht mehr konkurrenzfähig“ ist und deshalb gerade schlechter zahlende Länder zunehmend Schwierigkeiten hätten, neues und qualifiziertes Personal zu gewinnen. Somit könne der öffentliche Dienst "seine Aufgaben nur noch schwerlich erfüllen".