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Unter Beschuss: Hildesheim will Gänse vom Acker scheuchen

Die Gänse fressen im Landkreis Hildesheim die Felder leer (Symbolbild).
Die Gänse fressen im Landkreis Hildesheim die Felder leer (Symbolbild).
Foto: Christoph Schmidt/dpa

Hildesheim. Die rasant steigende Zahl von Wildgänsen macht Landwirten in vielen Landstrichen Niedersachsens zu schaffen, da die Tiere Felder leerfressen und hohe Schäden verursachen.

Im jahrelangen Streit zwischen Bauern, Jägern und Naturschützern um den richtigen Umgang mit der Gänseproblematik startet der Landkreis Hildesheim ein Pilotprojekt, bei dem die Vögel von landwirtschaftlich wertvollen Flächen verscheucht werden sollen.

Gemeinschaftliches Konzept

Gemeinsam mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover, dem Ornithologischen Verein Hildesheim sowie dem Jägerlehrhof Springe hat der Kreis nun eine Strategie zum Eindämmen der Problematik erarbeitet, wie Umweltdezernent Hellfried Basse erklärt. Seit Jahren nämlich richtet die zunehmende Zahl der Gänse erhebliche Fraßschäden bis zu vollständigen Ernteausfällen an - und dies in der Regel auf immer denselben Einzelflächen, wo sie Zuckerrüben- und Weizenpflänzchen großflächig wegfressen.

Gänse unter Beschuss nehmen

Genau dort sollen Jäger nun ansetzen und äsende Trupps auf frisch eingesäten Feldern unter Beschuss nehmen, damit sie auf andere Flächen ausweichen, wo sie keinen Schaden anrichten. Die Maßnahme habe auf das Leben und Brüten der Gänse keinen Einfluss, außerdem sei eine Verwechselung mit stark bedrohten Gänsearten auszuschließen.

Mit dem Kompromiss seien alle Beteiligten zufrieden, meint Basse. Starten soll das Pilotprojekt in Kürze in der Gemarkung Barnten.