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Unter der Lupe: So sauber sind die Badegewässer

Regelmäßig werden die Badeseen in Niedersachen überprüft (Archivbild).
Regelmäßig werden die Badeseen in Niedersachen überprüft (Archivbild).
Foto: Thomas Warnack

Hannover. Bakterien, Müll und Blaualgen: Vor Beginn der Badesaison untersuchen Forscher des Landesgesundheitsamts, wie sauber Badeseen und -flüsse sind. Amtsbiologin Katrin Luden erwartet, dass das Wasser in den meisten Gewässern für Schwimmer sicher sein wird. Am Montag präsentieren Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) und Forscher erste Resultate von Wasserproben.

Die Forscher messen im Sommer alle paar Wochen, ob es in Seen und Flüssen Darmbakterien gibt. Diese können als Vogel- oder Waldtierkot, als Gülle oder Kläranlagenabfluss ins Wasser gelangen und zu Übelkeit und Erbrechen führen.

Infos online verfügbar

Wenn es warm ist, können auch Blaualgen entstehen, die das Wasser trüb werden lassen. Es seien auch schon Hunde daran gestorben, sagte Luden. Bei Menschen können sie ebenfalls zu Erbrechen, Übelkeit und juckender Haut führen. Meist warnen Schilder Badegäste vor den Blaualgen, die auch Cyanobakterien heißen. Luden rät: "Wenn man aufgrund von Cyanobakterien seine Füße im knietiefen Wasser nicht mehr sieht, soll man es meiden."

Das Landesgesundheitsamt aktualisiert auf seiner Internetseite, wie sauber die Gewässer sind (ausgezeichnet, gut, ausreichend) oder ob man sie zeitweise meiden soll. Bei den Untersuchungen schauen die Forscher auch, ob Müll bei den Badestellen liegt und bitten gegebenenfalls die Betreiber diesen zu beseitigen.

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