Welt 

Selbstmorde hinter Gittern: Politik schlägt Alarm

In niedersächsischen Gefängnissen haben sich in diesem Jahr bereits fünf Häftlinge das Leben genommen - fast so viele wie im gesamten Jahr 2017 (Archivbild aus der JVA Wolfenbüttel).
In niedersächsischen Gefängnissen haben sich in diesem Jahr bereits fünf Häftlinge das Leben genommen - fast so viele wie im gesamten Jahr 2017 (Archivbild aus der JVA Wolfenbüttel).
Foto: dpa

Hannover.  In Niedersachsens Gefängnissen haben sich in diesem Jahr bereits fünf Häftlinge das Leben genommen und damit bereits fast so viele wie im gesamten Vorjahr. 2017 war es zu sieben Selbstmorden gekommen.

Zugleich gab es im laufenden Jahr schon 16 Suizidversuche - genauso viele wie im gesamten Vorjahr, wie das Justizministerium am Mittwoch in Hannover mitteilte.

Leider gelinge es nicht immer, Suizide im Justizvollzug zu verhindern, sagte die Sprecherin. Selbstmorde seien in Gefängnissen im Schnitt häufiger als in der Gesamtbevölkerung. 2016 gab es in niedersächsischen Haftanstalten fünf Suizide und neun Versuche, 2015 brachten sich sechs Häftlinge um, 23 versuchten es.

Politiker fordern Konsequenzen

Landtagsabgeordnete forderten, Konsequenzen aus dieser "erschreckenden Todesserie" in niedersächsischen Gefängnissen zu ziehen: "Das darf nicht passieren", sagte die Grünen-Fraktionschefin Anja Piel der "Nordwest-Zeitung".

Der Vorsitzende des Unterausschusses Justizvollzug, Sebastian Zinke (SPD), vermutet als eine Ursache für die Häufung der Selbstmorde fehlendes Personal in den Vollzugsanstalten. Er will die Vorgänge auf die Tagesordnung des Ausschusses setzen lassen.

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Bushido-Album „Sonny Black“ darf an Kinder verkauft werden

Der Rapper Bushido hatte gegen die Indizierung seines Albums „Sonny Black“ geklagt.
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Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa
Eine CD von Bushido stand wegen Gewaltverherrlichung auf dem Index, um Kinder zu schützen. Nun dürfen Minderjährige sie kaufen.
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