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Pflege-Alarm: Neue Patienten haben Pech gehabt

Eine Pflegerin betreut einen älteren Mann während des Frühstücks (Archivbild).
Eine Pflegerin betreut einen älteren Mann während des Frühstücks (Archivbild).
Foto: Holger Hollemann/dpa
  • Ambulante Pflegedienste schlagen Alarm.
  • Aufnahmestopps und Vertragskündigungen.
  • Überall in Niedersachsen.

Hannover. Ambulante Pflegedienste nehmen in Niedersachsen nach einem Bericht des Regionalmagazins "NDR Hallo Niedersachsen" derzeit teils keine Patienten mehr auf oder kündigen sogar Versorgungsverträge.

Viele Anträge abgelehnt

Die Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege, in der große Anbieter wie Diakonie und Caritas zusammengeschlossen sind, habe hierzu 400 ambulante Dienste für den Zeitraum von Februar bis April um Rückmeldung gebeten. Ein Viertel habe geantwortet. Demnach sei in rund 1.700 Fällen eine Anfrage von Pflegebedürftigen abgelehnt worden. In 63 Fällen seien Pflegeverträge gekündigt worden.

Umfrage zeigt Handlungsbedarf

"Die Situation spitzt sich rasant zu", sagte der Leiter der Geschäftsstelle Niedersachsen des "Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste", Henning Steinhoff, dem Regionalmagazin. Das Phänomen sei vor zwei Jahren erstmals aufgetreten. Die Umfrage der Wohlfahrtsverbände ist auch nach Angaben der Verbände selbst nicht repräsentativ - sie zeige aber den dringenden Handlungsbedarf.