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Wird er's oder nicht? Debatte um neuen Feiertag läuft

Die Regierung will im Juni ein Gesetz verabschieden, das den Reformationstag als Feiertag festlegt. (Symbolbild)
Die Regierung will im Juni ein Gesetz verabschieden, das den Reformationstag als Feiertag festlegt. (Symbolbild)
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Hannover. Die Landesregierung hat sich auf den Reformationstag als zusätzlichen Feiertag festgelegt. Bereits im Juni soll ein entsprechendes Gesetz verabschiedet werden. Doch nicht nur die Opposition, auch einige Verbände, Religionsgemeinschaften sowie die katholische Kirche sehen das Vorhaben mit Skepsis.

Im Rahmen einer Anhörung im Innenausschuss des Landtags am Donnerstag (10.00 Uhr) sollen nun viele gesellschaftliche Akteure zu der Feiertagsfrage Stellung nehmen. Mit dabei sein werden unter anderem Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche, der jüdischen Gemeinden, der Gewerkschaftsbund und Unternehmerverbände.

Kirche will lange Diskussion

Am Montag hatte die katholische Kirche das Land bei der Einführung eines neuen Feiertags um Aufschub gebeten. Statt die Entscheidung schon in diesem Jahr zu treffen, solle man sich genügend Zeit für einen breiten Diskussionsprozess lassen.

Die Katholiken plädieren für den Buß- und Bettag, weil dieser von allen Religionen mitgetragen und als Tag des interreligiösen Dialogs mit Leben gefüllt werden könne. Ähnlich sieht das auch der Vorsitzendes des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden, Michael Fürst. Die Grünen im Landtag hatten statt eines neuen kirchlichen Feiertags zwei neue weltliche Feiertage, den Europatag (9. Mai) und den Weltfrauentag (8. März), ins Gespräch gebracht.