Welt 

US-Strafzölle: Weil sieht erstmal schwarz

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht 2016 in Salzgitter auf dem Stahl-Aktionstag.
Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht 2016 in Salzgitter auf dem Stahl-Aktionstag.
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Bensersiel. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die von den USA verhängten Strafzölle auf die Einfuhr von Stahl und Aluminium als nicht gerechtfertigt bezeichnet. "Ich bedauere diese Entscheidung sehr, weil sie prinzipiell falsch ist", sagte er während seiner Sommerreise im ostfriesischen Bensersiel.

"Alle werden verlieren"

"Inzwischen sind die großen Volkswirtschaften der Welt so eng miteinander verflochten, dass aus Handelskriegen keiner mehr als Gewinner hervorgeht, sondern alle verlieren", sagte Weil.

Er rechne nun mit "entsprechenden Gegenmaßnahmen" der Europäischen Union, die auch richtig seien. "Gleichzeitig müssen wir aber befürchten, dass wir immer mehr in eine solche Spirale eintreten."

Sicherheit in Gefahr?

Die USA begründen die am Donnerstag verhängten Strafzölle mit der hohen Importquote bei Stahl und Aluminium, die die Nationale Sicherheit der USA gefährde. Neben den Ländern der EU sind auch Mexiko und Kanada von den Strafzöllen betroffen.