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Wetterdienst: Mai mit neuem Hitzerekord

Der Mai hat in der gesamten Region mit zahlreichen Sommertagen von mehr als 25 Grad Celsius aufgewartet - Badefreuden inklusive (Archivfoto).
Der Mai hat in der gesamten Region mit zahlreichen Sommertagen von mehr als 25 Grad Celsius aufgewartet - Badefreuden inklusive (Archivfoto).
Foto: Patrick Pleul/dpa / dpa

Offenbach.  In der vergangenen Woche war es noch nur eine Vermutung des Deutschen Wetterdiensts (DWD), nach der Auswertung aller Wetterstationen steht nun fest: Der Mai 2018 ist der heißeste seit 1881 gewesen - und dies nach einem April, der bereits der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen war. Mit einer Durchschnittstemperatur von 16 Grad war der Mai 2018 ganze 3,9 Grad wärmer als der langjährige Vergleichswert (Mittel der Monatswerte 1961 bis 1990).

"Klimatologische Rekorde"

Dass zwei Monate in Folge neue Temperaturrekorde aufgestellt werden, ist nach DWD-Angaben ein ausgesprochen seltenes Ereignis und kam in den vergangenen hundert Jahren bisher nur im November und Dezember 2015 vor. Allerdings: In den vergangenen Jahrzehnten kam es als Folge des Klimawandels immer wieder zu neuen Höchstwerten in den Monatsbilanzen, so der DWD am Montag.

"Wir erleben die letzten Jahre eine Häufung klimatologischer Rekorde, die sich in der Summe nur mit dem Klimawandel erklären lassen", sagte DWD-Vizepräsident Paul Becker. Mit diesen Rekorden sei aber auch eine Zunahme von Extremereignissen verbunden - im Mai etwa Starkregen und heftige Gewitter.

Bilder vom Unwetter in Schöningen

Mahnung zu Klimaschutz

Für die Zukunft erwarten die DWD-Wissenschaftler eine weitere Zunahme solcher Extremereignisse. "Dies erfordert von uns allen intensivere Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen", sagte Becker.

Seit 2011 verzeichnete der DWD bisher fünf neue Rekorde, in den Jahren 2001 bis 2010 waren es zehn - und stets standen sie für neue Temperatur-Höchstwerte.