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Doch keine Militärwerbung: Freispruch für Ditib

Die Landesregierung hat keine Hinweise darauf, dass der Islam-Dachverband Ditib für türkische Militäreinsätze wirbt (Symbolbild).
Die Landesregierung hat keine Hinweise darauf, dass der Islam-Dachverband Ditib für türkische Militäreinsätze wirbt (Symbolbild).
Foto: Marijan Murat/dpa

Hannover . Der türkische Moscheeverband Ditib hat in Niedersachsen nach Erkenntnis der Landesregierung nicht für türkische Militäreinsätze in Syrien geworben. Dafür gebe es keinerlei konkrete Hinweise, teilte eine Regierungssprecherin am Dienstag in Hannover mit.

Es waren nur Berichte

In einer Antwort auf eine FDP-Anfrage habe es missverständlich geheißen, dass dies der Fall gewesen sein könnte. Tatsächlich hatte das zuständige Kultusministerium aber nur von entsprechenden Medienberichten gehört. Auch Ditib selber hatte zuvor erklärt, auch nach intensiver Recherche sei ein angeblicher Aufruf dieser Art nicht bekannt. Den Sicherheitsbehörden war davon auf dpa-Anfrage ebenfalls nichts bekannt.

Kritik der Kurden

Bundesweit waren die Ditib-Moscheen vor einigen Monaten wegen ihrer engen Beziehungen zur türkischen Regierung in die Kritik geraten. Kurdische Gruppen hatten den Gemeinden vorgeworfen, sie betrieben in den Gotteshäusern "Kriegspropaganda". Damals ging es um das Vorrücken der türkischen Armee auf die kurdische Stadt Afrin in Syrien