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Zum Abschuss frei: Land will Wildschweine und Nutrias töten

Das Land will vermehrt Wildschweine und Nutrias zum Abschuss freigeben (Archivbild).
Das Land will vermehrt Wildschweine und Nutrias zum Abschuss freigeben (Archivbild).
Foto: dpa

Hannover. Niedersachsen will mehr Wildschweine von Jägern töten lassen, um damit einer befürchteten Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Einen entsprechenden Entwurf des Jagdgesetzes mit gelockerten Regeln zum Abschuss der Tiere hat das Kabinett am Dienstag zur Verbandsanhörung freigegeben.

Auch die Jagd auf die Biberratte Nutria, die durch Wühlarbeiten Schäden an Deichen verursacht, soll erleichtert werden. Auch in Wolfsburg waren die Tiere schon negativ aufgefallen - sie bevölkern inzwischen auch die Autostadt.

Vermehrt Schweinepest in Osteuropa

Nachdem es bereits vermehrt in Osteuropa Fälle von Afrikanischer Schweinepest gegeben hat, ist die Sorge vor einer Ausbreitung der Seuche in Niedersachsen groß. Die Krankheit, die für Menschen ungefährlich ist, endet bei Haus- und Wildschweinen innerhalb weniger Tage tödlich.

Künftig sollen Jäger bei Wildschwein-Jagden während der Maisernte auch vom Auto aus auf das Schwarzwild schießen dürfen. Das bisher geltende Verbot, beim Jagen einen Schalldämpfer zu benutzen, soll aufgehoben werden.

Für den Fall, dass in einem Gebiet die Schweinepest ausbricht, erlaubt das neue Gesetz, alle Wildschweine dort zu töten.