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Wohnung von Hannovers Oberbürgermeister durchsucht

Gegen den Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Stefan Schostok (SPD), wird ermittelt. (Archivbild)
Gegen den Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Stefan Schostok (SPD), wird ermittelt. (Archivbild)
Foto: dpa
  • Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Hannovers Oberbürgermeister
  • Es geht um illegale Gehaltserhöhungen
  • Ermittler durchsuchen Stefan Schostoks Wohnung

Hannover. Wegen des Verdachts der Untreue hat die Staatsanwaltschaft Hannover Ermittlungen gegen den Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt, Stefan Schostok (SPD), eingeleitet. Die Ermittlungen stünden in Zusammenhang mit der Affäre um unrechtmäßige Gehaltszulagen für seinen Büroleiter, teilte Schostok am Dienstag selbst mit. Auch die Staatsanwaltschaft bestätigte die Ermittlungen.

Private Wohnung durchsucht

"Es hat eine Durchsuchung meiner Büroräume und meiner privaten Wohnung stattgefunden", sagte Schostok. Er habe erbetene Unterlagen und Mailverkehr "bereitwillig herausgegeben" und seine "uneingeschränkte Kooperationsbereitschaft" erklärt. "Ich bin sicher, dass sich die gegen mich erhobenen Verdachtsmomente als unzutreffend erweisen werden", sagte Schostok.

Gehaltszulagen für Beamte des Rathauses

Die Affäre dreht sich um Gehaltszulagen für Spitzenbeamte im Rathaus, darunter Schostoks Büroleiter. Nach jüngstem Eingeständnis der Stadt sind die über Jahre gewährten üppigen Zuschläge rechtswidrig. Sie sollen vom damaligen Personal- und derzeitigen Kulturdezernenten Harald Härke eingefädelt worden sein. Gegen ihn und den Büroleiter ermittelt die Staatsanwaltschaft bereits, gegen Härke strebte die Stadt bereits früher ein Disziplinarverfahren an.

Zusammenfassung

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Stefan Schostok (SPD), im Zusammenhang mit der Affäre um unrechtmäßige Gehaltserhöhungen. Der Kulturdezernent der Stadt, Harald Härke, soll üppige Zuschläge gewährt haben.