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Anleger nehmen jetzt auch Daimler in die Mangel

Vorstandsmitglieder der Daimler AG kommen zur Hauptversammlung der Daimler AG (Archivbild).
Vorstandsmitglieder der Daimler AG kommen zur Hauptversammlung der Daimler AG (Archivbild).
Foto: Soeren Stache / dpa

Stuttgart. Nach der Rückruf-Ankündigung für Hunderttausende Diesel-Fahrzeuge von Mercedes gerät auch der Autobauer Daimler ins Visier von Aktionären. Die Münchner Rechtsanwaltskanzlei Rotter hat nach eigenen Angaben Klage im Namen eines Privatanlegers vor dem Landgericht Stuttgart eingereicht. Der Kläger wirft Daimler andauernde Falschinformationen vor und fordert Schadenersatz.

KBA zwingt Daimler

Der Autobauer habe seit Jahren behauptet, keine sogenannten illegalen Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung in seinen Autos verwendet zu haben, dies nach Ansicht des Kraftfahrt-Bundesamtes aber sehr wohl getan. Die Behörde will Daimler zwingen, mehr als 770.000 Autos zurückzurufen. Das Gericht konnte den Eingang der Klage noch nicht bestätigen.

Daimler wehrt sich

Daimler wies den Vorwurf als unbegründet zurück und kündigte an, sich mit allen juristischen Mitteln zur Wehr zu setzen. Der Konzern bestreitet, dass die von den Behörden monierten Funktionen in der Abgasreinigung der Diesel-Fahrzeuge illegal sind, und hat Widerspruch gegen den Rückruf-Bescheid angekündigt.

VW hat gut zu tun

Im Fall von VW gibt es bereits etliche Klagen von Anlegern, die dem Konzern vorwerfen, er habe sie zu spät über den Diesel-Skandal und die damit verbundenen Folgen informiert.