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Streik bei VW-Zulieferer droht zu eskalieren

Am Leipziger Werk blockierten streikende NHG-Beschäftigte die Auslieferung bereits fertiggestellter Motorblöcke.
Am Leipziger Werk blockierten streikende NHG-Beschäftigte die Auslieferung bereits fertiggestellter Motorblöcke.
Foto: Sebastian Willnow/dpa

Leipzig. Der VW-Zulieferer Neue Halberg-Guss (NHG) nennt die Zuspitzung des Konflikts am Leipziger Werk "inakzeptabel". Das Unternehmen rufe die IG Metall auf, "sofort jegliche unrechtmäßige Handlungen in Leipzig einzustellen und auf den Boden von Recht und Gesetz zurückzukehren", hieß es in einer Mitteilung.

Polizei beobachtet Demo

Am Samstag hatten die streikenden Mitarbeiter laut IG Metall mit einer Spontandemo vor dem Werkstor die Auslieferung bereits fertiggestellter Motorblöcke blockiert. Die Polizei war vor Ort und beobachtete die Lage.

"Blockaden inakzeptabel"

Die Streikenden hätten gegen Hausverbote verstoßen, teilte die NHG mit. Man habe "volles Verständnis" für den Arbeitskampf und könne "angesichts der unvermeidlichen Schließung des Leipziger Standorts die Enttäuschung der Mitarbeiter verstehen". Aber die Blockaden seien inakzeptabel.

Leipzig soll schließen

Bei dem Konflikt geht es um die geplante Schließung des NHG-Standorts in Leipzig mit rund 700 Beschäftigten Ende 2019 sowie um einen erwogenen Abbau von rund 300 der 1.500 Arbeitsplätze in Saarbrücken. Die Neue Halberg-Guss gehört seit Januar zum Unternehmen Prevent, mit dem Volkswagen wiederum im Clinch liegt.