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Nach tödlichem Marsch: Ermittlung gegen Bundeswehr-Ausbilder

Bei einem Übungsmarsch ist im Sommer 2017 ein Soldat an einem Hitzschlag gestorben. (Symbolbild)
Bei einem Übungsmarsch ist im Sommer 2017 ein Soldat an einem Hitzschlag gestorben. (Symbolbild)
Foto: Stefan Sauer / dpa

Lüneburg/Munster. Nach dem Tod eines jungen Soldaten bei einem Übungsmarsch in Munster ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen zwei Bundeswehr-Ausbilder. Es bestehe der Anfangsverdacht der fahrlässigen Körperverletzung, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lüneburg am Montag mit.

Zuvor sei gegen Unbekannt ermittelt worden. Ob Anklage erhoben werde, stehe aber noch nicht fest, hatte "stern.de" zuvor berichtet. Der Tod des 21-jährigen Offiziersanwärters sei für seine Ausbilder in Munster nicht vorhersehbar gewesen, deshalb würde nicht der Verdacht der fahrlässigen Tötung verfolgt, hatte auch der NDR berichtet.

Hitzschlag bei Übungsmarsch

Für den Tod eines Bundeswehr-Soldaten bei dem Marsch in Munster im vergangenen Juli soll ein Hitzschlag verantwortlich sein. Auch drei weitere Soldaten seien wohl deswegen zusammengebrochen und im Krankenhaus behandelt worden, hatte die Anklagebehörde später mitgeteilt.

Hinweise auf mögliche Vorerkrankungen oder eingenommene Fremdsubstanzen wie etwa Drogen hätten sich bei den gerichtsmedizinischen Untersuchungen nicht ergeben, hieß es im Februar. Bei der Übung am 19. Juli hatten die Offiziersanwärter bei Temperaturen von knapp 28 Grad noch eine Extra-Strecke laufen müssen.