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Todesfahrer von Hannover bestreitet Mordvorwurf

Der Leichnam des Mannes wird abtransportiert.
Der Leichnam des Mannes wird abtransportiert.
Foto: Peter Steffen/dpa
  • Autofahrer bestreitet Mordvorwurf.
  • Opfer war laut Bild" obdachlos.
  • Auto wohl am Schützenplatz geklaut.

Hannover. Im Falle der Todesfahrt in der Fußgängerzone von Hannover wehrt sich der Autofahrer gegen den Mordvorwurf. NDR 1 berichtet am Mittwochmorgen, der 18-Jährige habe zwar zugegeben, den Mercedes SLK gefahren zu haben. Laut Staatsanwaltschaft bestreitet er aber, dass er jemanden damit töten wollte.

Mann in U-Haft

Genau das wirft ihm die Behörde aber vor: Mord aus niedrigen Beweggründen. Die Flucht vor der Polizei sei ihm wichtiger gewesen als das Leben eines Menschen. Er sei schnell durch die Fußgängerzone gefahren und habe so riskiert, dass es zu einem schlimmen Unfall kommt. Deswegen sitzt der junge Mann in Untersuchungshaft. Gleichzeitig werden noch weitere Zeugen vernommen.

Braunschweiger Kennzeichen

Laut "Bild" hatte der 18-Jährige den Mercedes am Schützenplatz geklaut. Demnach gehörte das Auto mit Braunschweiger Kennzeichen einem Schausteller. Mit dem Wagen hatte sich der Mann dann am Sonntagmorgen einer Polizeikontrolle entziehen wollen und raste mit seiner 17-jährigen Beifahrerin davon.

Bild: Opfer war obdachlos

In der Bahnhofsstraße fuhr er dann einen 82 Jahre alten Mann an, der noch am Unfallort starb. Nach "Bild"-Infos handelte es sich um einen Obdachlosen. Die Flucht endete dann an einem Ampelmasten. Die 17-Jährige wurde kurz danach gefasst und ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Der 18-Jährige stellte sich später auf der Wache in Burgdorf. Einen Führerschein hat er nicht.