Welt 

Niedersachsen würde "Lifeline"-Flüchtlinge aufnehmen

Gerettete Flüchtlinge warten an Bord der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline auf einen Hafen, den sie anlaufen dürfen.
Gerettete Flüchtlinge warten an Bord der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline auf einen Hafen, den sie anlaufen dürfen.
Foto: Felix Weiss/Mission Lifeline/dpa

Hannover. Nach Berlin und Schleswig-Holstein ist nun auch Niedersachsen bereit, Flüchtlinge vom Rettungsschiff "Lifeline" aufzunehmen. Selbstverständlich helfe Niedersachsen Menschen in Not, gerade in so einem außergewöhnlichen Fall, wie der Odyssee der Lifeline in den vergangenen Tagen, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) in Hannover: "Voraussetzung ist, dass der Bundesinnenminister dafür den Weg frei macht. Wir appellieren an ihn, dies zu tun."

Normales Asylverfahren

Das Angebot gelte nur für Personen, die ihre Herkunft und ihre Identität in irgendeiner Form belegen könnten. Auch handele es sich nicht um ein Aufnahmeprogramm - die Flüchtlinge müssten ein normales Asylverfahren durchlaufen.

Malta mit Bedingung

Etwa 230 Migranten harren an Bord des vor Malta blockierten Schiffes aus. Malta will das Schiff nur anlegen lassen, wenn garantiert ist, dass andere EU-Staaten auch Flüchtlinge aufnehmen.