Welt 

Conti & Co. - Autozulieferer sind gut unterwegs

München. Die deutschen Autozulieferer "haben die Umbrüche in der Autobranche bislang gut gemeistert" - zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung PwC.

Sie hätten ihren Weltmarktanteil von 24 Prozent behauptet, erweiterten ihre Software- Kompetenz mit Zukäufen und seien im internationalen Vergleich klarer Spitzenreiter bei den Forschungs- und Entwicklungsausgaben: Mit 5,7 Prozent vom Umsatz seien sie fast doppelt so hoch wie bei amerikanischen und asiatischen Konkurrenten.

Bosch und Conti

Große Zulieferer wie Robert Bosch und Continental - mit Sitz in Gifhorn und Wolfsburg - digitalisierten ihre Produkte oder erweitern ihr Angebot mit Dienstleistungen wie Flottenmanagement, Kartendaten oder Ridesharing. Auf diesem Gebiet träten Zulieferer neuerdings sogar in direkte Konkurrenz zu den Autoherstellern und zielten selbst auf Autofahrer als Kunden, sagte PwC-Experte Henning Rennert.

Kräfte bündeln

Aber kapitalstarke Softwarekonzerne wie Google und Microsoft hätten diesen Markt schon erobert, seien in vielen Bereichen kompetenter und investierten zudem noch weit mehr in Forschung und Entwicklung. Wenn die deutsche Autoindustrie sich auf diesem Gebiet mitmischen wolle, müsse sie ihre Kräfte bündeln, sagte Rennert.