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Kopfüber im Lkw eingeklemmt - A2 bis Freitagmittag dicht

Feuerwehrkräfte befreien einen LKW-Fahrer aus einem völlig demolierten Fahrerhaus nach einem Unfall auf der Autobahn A2.
Feuerwehrkräfte befreien einen LKW-Fahrer aus einem völlig demolierten Fahrerhaus nach einem Unfall auf der Autobahn A2.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
  • A2 bis Freitagmittag dicht
  • 23-jähriger Fahrer kopfüber eingeklemmt
  • betrunkener Gaffer macht Fotos

Hannover. Wieder krachen auf der A2 Lastzüge ineinander. Erst gibt es keine Rettungsgasse, dann muss die Feuerwehr unter Schwerstarbeit einen Eingeklemmten befreien. Währenddessen stoppen Polizisten einen sturztrunkenen Lkw-Fahrer, der die Unfallstelle fotografiert.

Bei einer Lastwagenkarambolage auf der A2 in Hannover hat ein eingeklemmter Fahrer eine halbe Stunde lang kopfüber in seinem umgekippten Führerhaus auf Rettung warten müssen. Erst dann sei es Einsatzkräften gelungen, den schwer verletzten 23-Jährigen aus seiner völlig demolierten Kabine zu schneiden, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit.

Stauende übersehen

Weil er offenbar ein Stauende übersehen hatte, war der Lastzug zwischen Hannover und Langenhagen am Vormittag auf zwei vor ihm stehende Lkw gekracht. Deren 49 und 61 Jahre alten Fahrer wurden leicht verletzt. Um den Verunglückten zu helfen, landete auch ein Rettungshubschrauber auf der Autobahn. In Fahrtrichtung Dortmund bildeten sich kilometerlange Staus.

Für die Bergung der Wracks und die nötige Erneuerung der Fahrbahn bleibt die Autobahn zwischen Hannover-Bothfeld und Langenhagen voraussichtlich bis Freitagmittag gesperrt, teilte die Polizei mit. Der Schaden wurde auf 250.000 Euro beziffert.

Ersthelfer aus Hameln-Pyrmont

Unmittelbar nach dem Unfall leisteten zwei Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuzes aus Hameln-Pyrmont Erste Hilfe, die zufällig mit ihrem Krankenwagen in entgegengesetzter Richtung auf der Autobahn unterwegs waren. Die Feuerwehr brauchte einen Moment, um in dem sich stauenden Verkehr zur Unfallstelle zu gelangen.

Da mehrere Lkw auch auf der mittleren Fahrspur gehalten hatten, reichte die so nur noch geringe verfügbare Breite in der Rettungsgasse an mehreren Stellen nicht mehr für die Einsatzfahrzeuge aus.

Betrunkener Gaffer

Während der Rettungsmaßnahmen fiel Autobahnpolizisten ein Sattelzugfahrer auf, der im Vorbeifahren mit seinem Handy von der Unfallstelle Fotos machte. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Fahrer betrunken war, ein Alkoholtest ergab 2,1 Promille. Der Führerschein des 54-Jährigen wurde sichergestellt.