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Kritisch: Bestand von Mauerseglern im Sinkflug

Die kleinen Vögel fallen bei dem Versuch frische Luft zu schnappen oft aus dem Nest. (Archivbild)
Die kleinen Vögel fallen bei dem Versuch frische Luft zu schnappen oft aus dem Nest. (Archivbild)
Foto: Boris Roessler/dpa

Hannover. Die derzeitige Hitze kann für junge Mauersegler tödliche Folgen haben. Wie die Umweltorganisation Nabu am Freitag mitteilte, werden die Nistplätze der Vögel mitunter extrem heiß. Auf der Suche nach Abkühlung am luftigen Nesteingang stürzten immer wieder Jungtiere ab.

"Selbst wenn sie den Sturz unverletzt überstehen, sind ihre Überlebenschancen leider marginal", sagte die Leiterin des Nabu-Artenschutzzentrums Leiferde, Bärbel Rogoschik. "Denn im Gegensatz zu anderen Vogelarten füttern Mauersegler ihre Jungen nicht außerhalb des Nestes."

Zu wenig Nistplätze

Mauersegler brüten häufig unter Dächern von hohen Gebäuden oder in Nistkästen. Im Normalfall seien solche Unglücksfälle keine Bedrohung für den Bestand. "Die Krux ist, dass wir beim Mauersegler keinen Normalfall haben, sondern einen Problemfall: Die Bestände sind im Sinkflug, weil es viel zu wenige Nistplätze gibt und auch die Nahrung knapp ist", sagte Rogoschik. Mauersegler fressen Insekten.