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Weil als Kanzleranwärter? Gerhard Schröder sagt "Ja"

Gerhard Schröder sieht Stephan Weil als Kanzleranwärter.
Gerhard Schröder sieht Stephan Weil als Kanzleranwärter.
Foto: Holger Hollemann/dpa

Berlin/Hannover. Nach Einschätzung von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil das Zeug zum Kanzler. Die SPD habe immer nur dann Erfolg, wenn der Kanzlerkandidat auch wirtschaftliche Kompetenzen vorzuweisen habe, sagte Schröder dem Magazin "Stern".

"Als Kanzleranwärter sehe ich gegenwärtig zwei: Olaf Scholz, den Finanzminister, und Stephan Weil, den Ministerpräsidenten von Niedersachsen." Zugleich erinnerte der frühere Regierungschef in Hannover daran, dass qua Amt in der SPD der oder die Parteivorsitzende traditionell das erste Zugriffsrecht habe, wenn es um eine Kanzlerkandidatur gehe. Die SPD liegt in der Wählergunst nach jüngsten Umfragen unter 20 Prozent.

Auch Laschet sei geeignet

Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist Schröder zufolge ein Kanzlerkandidat: "Sein Politikkonzept ist gar nicht so schlecht", kommentierte er. "Er hat enge Kontakte in die Wirtschaft. Daneben aber betont er auch die soziale Frage." Insofern sei er ein schwieriger Gegner, mit dem man in der SPD rechnen sollte.