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Moschee-Recycling: Lebenshilfe übernimmt Islamisten-Treff

Polizeibeamte vor der ehemaligen Moschee des im vergangenen Jahr verbotenen Deutschsprachigen Islamkreises Hildesheim; hier zieht nun die Lebenshilfe ein (Archivfoto).
Polizeibeamte vor der ehemaligen Moschee des im vergangenen Jahr verbotenen Deutschsprachigen Islamkreises Hildesheim; hier zieht nun die Lebenshilfe ein (Archivfoto).
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
  • Berlin-Attentäter Anis Amri betete dort.
  • Polizei überträgt Einrichtung an die Lebenshilfe.
  • Veranstaltungs-, Bildungs- und Kulturzentrum geplant.

Hildesheim. Nach dem Verbot des Deutschsprachigen Islamkreises (DIK) in Hildesheim wird die beschlagnahmte Moschee der Lebenshilfe übertragen. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit.

"Wir wollen durch den Zuschlag einen zukünftigen Eigentümer unterstützen, dessen Arbeit dem gesamten Stadtteil zugutekommt und im besten Fall zur Kriminalprävention beiträgt", sagte Martina Oelkers von der Polizeidirektion Göttingen, zu deren Aufgaben unter anderem die Wirtschaftsverwaltung gehört.

Treffpunkt - auch für Berlin-Attentäter

Der Islamkreis war im März 2017 verboten worden, weil er als ein Treffpunkt radikaler Islamisten diente, den auch der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, besuchte.

Hassprediger sollen in der DIK-Moschee junge Menschen radikalisiert und zur Teilnahme am Kampf für die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak getrieben haben.

Auch der als Islamist eingestufte Iraker Abu Walaa, der im November 2017 in Nordrhein-Westfalen festgenommen wurde, hatte wiederholt in den Räumen des Hildesheimer Vereins gepredigt.

Das will die Lebenshilfe machen

Das Nutzungskonzept der Lebenshilfe sieht vor, in den ehemaligen Moscheeräumen ein Veranstaltungs-, Kultur- und Bildungszentrum einzurichten. Außerdem sollen gemeinsam mit dem Theaterpädagogischen Zentrum Hildesheim Flüchtlingen Integrationsangebote gemacht werden.

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