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Bericht: Das war's mit der Imam-Weiterbildung an der Uni

Die Imam-Weiterbildung an der Uni Osnabrück ist bald Geschichte. (Symbolbild)
Die Imam-Weiterbildung an der Uni Osnabrück ist bald Geschichte. (Symbolbild)
Foto: Bodo Marks/dpa

Osnabrück. Die Weiterbildung von Imamen an der Universität Osnabrück wird nach einem Zeitungsbericht womöglich beendet. Der zuständige Projektkoordinator an der Hochschule, Roman Singendonk, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Monatg): "Wir schlagen jetzt Alarm. Alleine schaffen wir es nicht."

Die Weiterbildung von Imamen laufe nach acht Jahren zum Oktober dieses Jahres aus. Es habe sich immer nur um eine Behelfskonstruktion gehandelt, gab Singendonk zu bedenken. Am Ende müssten Imame in Deutschland ausgebildet werden.

Ministerium schaltet sich ein

Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur teilte dem Blatt mit, es sei für Gespräche jederzeit offen. Ausgangspunkt und Grundlage für Gespräche müssten aber Überlegungen und Vorstellungen der Islamischen Verbände sein. Die Weiterbildung wird am Institut für Islamische Theologie der Universität angeboten.

Die Islamverbände Ditib und Schura erklärten: "Wir stehen einer Imamausbildung in Deutschland nicht skeptisch gegenüber, nur müssen hier richtige Schritte eingeleitet werden", sagte die Ditib-Landesgeschäftsführerin Emine Oguz der Zeitung. "Die islamischen Religionsgemeinschaften müssen als Träger dieses Vorhabens federführend mitwirken, weil sonst das Vertrauen der Community nicht gewährleistet ist."