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Wut auf Gaffer: Was ist nur mit den Menschen los?

Ein Rettungshubschrauber hebt am 24. Juni 2016 nach einem Unfall zwischen einem PKW mit Wohnanhänger und einem LKW auf der A2 bei Hannover (Niedersachsen) in Richtung Berlin zwischen Langenhagen und Hannover-Bothfeld von der Unfallstelle ab.
Ein Rettungshubschrauber hebt am 24. Juni 2016 nach einem Unfall zwischen einem PKW mit Wohnanhänger und einem LKW auf der A2 bei Hannover (Niedersachsen) in Richtung Berlin zwischen Langenhagen und Hannover-Bothfeld von der Unfallstelle ab.
Foto: dpa
  • Feuerwehr beklagt Behinderung durch Gaffer.
  • Rettungsgasse bilden.

Gaffer sind für die Einsatzkräfte gerade bei schweren Unfällen ein immer größer werdendes Problem. Oft seien Einsatzkräfte nur für das Abhalten der Gaffer nötig. "Diese Kräfte fehlen dann für den laufenden Einsatz", sagte der Präsident der Landesfeuerverbandes Niedersachsen (LFV-NDS), Karl-Heinz Banse, der Deutschen Presse-Agentur.

"Ein Unding"

Die Kräfte müssten eingesetzt werden, um Sichtschutzwände oder Transparente aufzustellen oder Decken hochzuhalten. "Manche Leute muss man davon abhalten, noch mit dem Teleobjektiv auf Opfer zu halten und abgerissene Gliedmaßen zu fotografieren. Ein Unding", so Banse. Gaffer gefährdeten zudem nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

Schnell reagieren

Eine Verbesserung sieht der Verbandspräsident dagegen beim Bilden von Rettungsgassen auf Autobahnen: "Da tut sich etwas, auch wenn es noch nicht optimal läuft."

Wichtig sei es, dass Autofahrer schon bei stockendem Verkehr vor der Staubildung Rettungsgassen bildeten. "Wenn die Fahrzeuge erst stehen, kann man oft nichts mehr machen."

Leben oder Tod

Schwierig sei es vor allem mit Lkws auf der Mittelspur. Die Rettungsgasse müsse nicht nur groß genug sein für ein Polizeifahrzeug oder einen Rettungswagen. "Da muss ein 12- oder 16-Tonner der Feuerwehr, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug mit schwerem Gerät, durchpassen. Das ist wichtig. Bei diesen Einsätzen geht es um Leben und Tod."