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Nach Trockenphase: Droht jetzt eine Mückenplage?

Mücken stören viele Menschen nicht nur wegen der juckenden Stiche, die sie hinterlassen: Sie summen auch laut. (Symbolbild)
Mücken stören viele Menschen nicht nur wegen der juckenden Stiche, die sie hinterlassen: Sie summen auch laut. (Symbolbild)
Foto: Patrick Pleul / dpa

Niedersachsen. Nach der Trockenperiode in Niedersachsen rechnen Experten in Teilen des Landes mit einer Mückenplage. "In der langen Trockenphase trugen viele weibliche Mücken ihre fertigen Eier in sich und suchten nach Möglichkeiten, sie abzulegen", sagte Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (Zalf) in Müncheberg bei Berlin.

Nach Unwettern vielerorts konnten und können sie das nun tun. Die Entwicklung von der Eiablage bis zur stechenden Mücke dauere bei 25 Grad Celsius etwa zwei Wochen, sagte Walther. "Wir werden bald in vielen Regionen umfangreiche Mückenpopulationen haben."

Neue Mückenart

Experten stellen zudem mehr und mehr Neuankömmlinge unter den Mückenarten fest. Darunter ist die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus), die auch kälteres Klima verträgt. Diese Mückenart hat schon Regionen in neun Bundesländern besiedelt. Erstmals 2008 in Baden-Württemberg nachgewiesen, ist sie nach Angaben Walthers' bereits bis nach Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gelangt.