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Schmutziges Geld: Land will kriminelles Vermögen einziehen

In Berlin soll ein arabischer Clan sein Immobilien-Vermögen unter anderem mit einem spektakulären Sparkassen-Einbruch finanziert haben (Archivfoto).
In Berlin soll ein arabischer Clan sein Immobilien-Vermögen unter anderem mit einem spektakulären Sparkassen-Einbruch finanziert haben (Archivfoto).
Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Hannover. Die Justiz in Niedersachsen will nach einem Bericht von NDR 1 Niedersachsen verstärkt Vermögen beschlagnahmen, die durch kriminelle Machenschaften zusammengekommen sind. Knapp 4,8 Millionen Euro seien dem Landeshaushalt 2017 durch strafrechtliche Vermögensabschöpfungen zugeflossen, sagte ein Ministeriumssprecher am Samstag.

Zusätzliche Ermittler

Dieses Geld sei durch Verbrechen zusammengetragen worden, besonders durch organisierte Kriminalität und Familienclans. Um diese sogenannte Vermögensabschöpfung zu verstärken, stellt das Land zusätzliche Staatsanwälte und andere Mitarbeiter ein. Insgesamt 18 Stellen sind dafür im Haushalt 2019 vorgesehen.

Immobilien für Millionen

Wie am Donnerstag bekannt wurde, haben Ermittler in Berlin in einem der größten Verfahren im Bereich der organisierten Kriminalität 77 Immobilien mit einem Wert von mehr als neun Millionen Euro vorläufig beschlagnahmt.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Objekte mit Geld aus Straftaten wie einem spektakulären Sparkasseneinbruch von 2014 gekauft wurden. Ermittelt wird gegen 16 Beschuldigte einer arabischen Großfamilie oder deren Umfeld - der Vorwurf: Geldwäsche.