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Trockenheit und Hitze: Wespen gefällt's

Wespen werden vor allem von Essen angezogen. (Symbolbild)
Wespen werden vor allem von Essen angezogen. (Symbolbild)
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Hannover. Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen vermehren sich die Wespen im Norden stärker als in den Vorjahren. Die Schädlingsbekämpfer in Niedersachsen und Bremen erhalten täglich Anrufe von besorgten Menschen, die Wespennester an Haus oder Wohnung beseitigen lassen möchten, weil sie sich von den Tieren bedroht fühlen. "Die Kunden, die sich melden, sind häufig schon mehrfach gestochen worden", sagte Andreas Groß aus Lengerich im Emsland, der dem Landesvorstand des Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verbandes angehört.

Keine Wespenplage

Von einer Wespenplage will Alexander Pelzer, Insektenexperte beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, nicht sprechen. "Normalerweise sind sich Menschen und Wespen nicht im Weg", betonte der Biologe. "Man sollte nur einen Abstand von drei bis fünf Metern zum Nesteingang einhalten", rät er. Wenn Wespen zum Beispiel durch Obstkuchen mit Sahne angelockt werden, müsse man sich ruhig verhalten und solle auf keinen Fall hektische Bewegungen machen. "Dann ist die Gefahr, dass etwas passiert, am geringsten."

In Niedersachsen sind die Unteren Naturschutzbehörden - also in der Regel die Landkreise - Ansprechpartner bei Fragen zu Wespen. Sie vermitteln auch Experten, die bei der Bestimmung von Arten helfen. So stehen zum Beispiel Hornissen im Gegensatz zu den beiden häufigsten Wespenarten unter Schutz, ihre Nester dürfen nur mit behördlicher Genehmigung beseitigt werden.