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Zu trocken: Tiere finden kein Futter mehr

Nichts mehr zu finden: Die Weiden sind verdorrt.
Nichts mehr zu finden: Die Weiden sind verdorrt.
Foto: Peter Förster/dpa

Butjadingen. Die Hitze hat das Gras auf vielen Weiden und Deichen in Niedersachsen verdörren lassen. Schafe, Kühe und Pferde finden dort nur noch wenig Futter. "Im Moment sieht das alles trostlos aus", sagte der Vorsteher des II. Oldenburgischen Deichbandes, Burchard Wulff. Dieser ist für insgesamt 142 Kilometer Deich in der Wesermarsch zuständig. An vielen Stellen sei das Gras verbrannt, die Erde rissig. Die Stabilität der Deiche sei dadurch aber nicht in Gefahr.

Im Winter wird's heikel

Landwirte und Deichbände haben nach Angaben von Wulff beantragt, auch das Deichvorland zu nutzen, damit Tiere dort grasen und Heu eingefahren werden kann. "Die Futtersituation wird mit Blick auf den Winter prekär", sagte Gabi von der Brelie vom Landesbauernverband Landvolk. "Noch mehr Sorge als das Grünland macht uns der Mais als Futterpflanze." Dieser leide unter der trockenen Hitze. Die Bauern warten daher sehnlichst auf Regen.

Kühe mögen's kalt

Kühe sieht man zurzeit selten auf den Weiden. "Diese suchen den Schatten", sagte von der Brelie. Draußen halten sich Rinder - wenn überhaupt - nur auf, um etwas Bewegung zu bekommen. Frisches Gras finden sie dort nicht. Pferden machen die hohen Temperaturen dagegen nicht zu schaffen. "Die haben damit nicht so große Probleme wie wir Menschen", sagte Ulrich Hahne vom Hannoveraner Verband in Verden. Da auf den Weiden aber wenig zu holen ist, gehen viele der Tiere zum Futtern in den Stall.