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Mit Blaulicht durch die Stadt – YouTuber Machère vor Gericht

Leon Machère 2016 bei einem Auftritt in München.
Leon Machère 2016 bei einem Auftritt in München.
Foto: imago stock&people / imago/Future Image
Seine „Pranks“ sind berüchtigt, er stellt sie bei YouTube ins Netz. Nun muss sich Leon Machère dafür vor Gericht verantworten.

Hamburg.  Seine YouTube-Späße könnten den Hamburger Leon Machère teuer zu stehen kommen. An diesem Mittwoch muss sich der beliebte YouTuber vor dem Amtsgericht der Hansestadt wegen Vortäuschens einer Straftat und Amtsanmaßung verantworten.

Laut Anklage hatte der 26-Jährige, dessen Videokanal mehr als 2,1 Millionen Abonnenten hat, in der Hamburger Innenstadt in Sichtweite von Polizeibeamten mit einem Kältespray vorgetäuscht, Wände mit Farbe zu besprühen, und sie so zum Eingreifen provoziert. Videos von dem „Prank“ (englisch für Streich) lud er im Februar vergangenen Jahres bei YouTube hoch.

Mit Blaulicht durch die Stadt gerast

Ein knappes halbes Jahr später habe er ein weiteres Video veröffentlicht, auf dem zu sehen sei, wie er in einem weißen Auto mit Blaulicht und Martinshorn durch die Straßen fahre, sagte die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, Nana Frombach. Mit einem Megafon habe er Passanten, die das für einen echten Polizeieinsatz gehalten hätten, aufgefordert, die Hände zu heben, einen Atemalkoholtest zu machen oder sich auszuziehen.

Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem Vorbestraften bis zu drei Jahre Haft oder Geldstrafe. Erst im Mai war Machére, der bürgerlich Rustem Ramaj heißt, wegen Polizisten-Beleidigung vom Amtsgericht Augsburg zur Zahlung von 32.500 Euro verurteilt worden. (dpa)