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Verbrannte Äpfel: Obstbäume leiden unter Hitze

Jork: Ein Obstbauer erntet Äpfel der Sorte "Jonagored". Der erneute Frosteinbruch ist bislang keine Gefahr für die Obstbauern im Alten Land.
Jork: Ein Obstbauer erntet Äpfel der Sorte "Jonagored". Der erneute Frosteinbruch ist bislang keine Gefahr für die Obstbauern im Alten Land.
Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Jork. Die Obstbäume im Alten Land haben wie befürchtet in diesem Sommer erste Schäden erlitten. Die Blätter von Birnen- und Apfelbäumen seien teilweise verbrannt, auch weil das Beregnungswasser zu salzhaltig war. Das sagte Karsten Klopp, Leiter des Obstbauzentrums Esteburg der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Jork. "Das Salzwasser aus der Nordsee fließt derzeit verstärkt elbaufwärts, weil weniger Süßwasser kommt", erklärte er.

Beregnen nötig

Zuvor hatte das "Altländer Tageblatt" darüber berichtet. Seit der letzten Elbvertiefung sei die Brackwasserzone auf dem Vormarsch, hieß es dort. Betroffen seien vor allem die Blätter bereits geschwächter Apfelbäume, sagte Klopp. Die Früchte selbst hätten bislang zwar noch nicht gelitten, doch könnten die Blattschäden die betroffenen Bäume langfristig beeinträchtigen.

"Wenn Trockenheit und Hitze andauern, muss beregnet werden", erklärte Klopp. Dann reichere sich das Salz an und verbrenne die Blätter. "Wichtig ist geeignetes salzarmes Wasser", betonte er. "Es könnte zu Ertragseinbußen kommen», warnte Klopp. Das Wetter der kommenden Tage sei entscheidend. "Wir brauchen dringend Regen und eine Abkühlung."

Äpfel mit Sonnenbrand

Bei Hitzewellen besteht für Äpfel die Gefahr von Sonnenbrand. Die Obstbauern können etwa durch eine kühlende Beregnung vorbeugen. Bei Sonnenbrand bekommen die Früchte braune Flecken, die die Qualität beeinträchtigen. Das Alte Land bei Hamburg ist das größte geschlossene Obstanbaugebiet Europas nördlich der Alpen.