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Schlimme Serie: Wieder Badetote in Niedersachsen

Polizisten stehen am Ufer eines Sees (Archivbild).
Polizisten stehen am Ufer eines Sees (Archivbild).
Foto: Bernd Wüstneck/dpa
  • Die Hitze lockt viele Menschen ins Wasser.
  • Immer wieder endet der Badespaß auch tödlich.
  • In diesem Jahr häufiger als im vergangenen Sommer.

Aurich/Berumbur. Wieder hat es bei Bade-Unfällen in Niedersachsen Tote gegeben. Am Sonntag kamen im Landkreis Aurich zwei Menschen beim Schwimmen ums Leben. Die beiden Unfälle ereigneten sich in Kies-Seen, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Mann leblos im Wasser

Zunächst hatten Badegäste am Vormittag die Rettungskräfte in Aurich alarmiert, nachdem sie einen leblos im Wasser treibenden Mann entdeckt hatten. Der 85-Jährige konnte nur noch tot geborgen werden.

Frau stirbt im Krankenhaus

Am Abend wurden die Retter dann zu einem Einsatz an einem Kiessee in Berumbur gerufen, dort wurde einen Frau vermisst. Die 77-Jährige wurde kurz darauf von Badegästen aus dem Wasser geholt, sie starb wenig später im Krankenhaus.

Schon 45 Badetote

In Niedersachsen gab es in diesem Jahr mehr Badetote als im vergangenen Sommer. "Bislang sind bereits mindestens 45 Menschen ertrunken, 2017 waren es bis Ende Juli 34", sagte Nico Reiners vom Landesverband Niedersachsen der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG).

Bewusstlose wiederbelebt

Bei vielen weiteren Unfällen konnten bereits Bewusstlose wiederbelebt werden. So musste am Samstag ein Vierjähriger im Landkreis Osnabrück reanimiert werden. Er war bewusstlos im Sprungturmbecken eines Freibads in Melle entdeckt worden. In Bremen wurde am Samstag ein acht Jahre altes Mädchen reanimiert. Angehörige hatten das Kind vermisst. Der sofort alarmierte Schwimmmeister konnte das auf dem Grund liegende Mädchen retten.

Gefahr im Binnenland

Die größten Gefahren beim Baden lauern nach DLRG-Angaben nicht an den Küsten, sondern im Binnenland. Dort ertrinken die meisten Menschen an ungesicherten Badestellen an Flüssen, Seen und Kanälen.