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Dienstpflicht-Debatte: Jetzt mischt Althusmann mit

Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister in Niedersachsen (Archivbild).
Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister in Niedersachsen (Archivbild).
Foto: Peter Steffen/dpa

Hannover . Niedersachsens stellvertretender Ministerpräsident Bernd Althusmann (CDU) hat sich für eine einjährige Dienstpflicht für Schulabgänger ausgesprochen.

"Ich persönlich halte die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht von zwölf Monaten in Bundeswehr oder sozialen Pflegeeinrichtungen für wünschenswert, weiß aber, dass dies in meiner Partei gerade bei Teilen der Frauen-Union nicht auf ungeteilte Zustimmung trifft", sagte der Landesvorsitzende der CDU dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Bedenken und Zustimmung

Die von Teilen der CDU angeregte für junge Männer und Frauen nahm am Montag weiter Fahrt auf. Vor allem aus der CDU kam trotz rechtlicher Bedenken viel Zustimmung auch aus den Ländern.

"Mehr Probleme als Lösungen"

Die Debatte über die Einführung einer Allgemeinen Dienstpflicht sei "längst überfällig", betonte Althusmann. Das Aussetzen der Wehrpflicht und des damit verbundenen Ersatzdienstes habe mehr Probleme als Lösungen aufgeworfen.

"Der Dienst in der Bundeswehr und in den sozialen Ersatzdiensten hatte eine große integrative Wirkung, die ich in einer zunehmend individualisierten Gesellschaft vermisse", sagte der CDU-Politiker. Er habe die Aussetzung stets skeptisch gesehen. "Wir sind Gott sei Dank nicht davor geschützt, klüger zu werden", sagte Althusmann.