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Dramatisches Insektensterben: Land soll eingreifen

Insketen sollen in Deutschland bald einheitlich erfasst werden. (Symbolbild)
Insketen sollen in Deutschland bald einheitlich erfasst werden. (Symbolbild)
Foto: Patrick Pleul / dpa

Hannover. Niedersachsen fordert im Kampf gegen das Insektensterben mehr Mittel vom Bund. Außerdem sollten die konkreten Folgen künftig besser erfasst werden, heißt es in der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Landtag. Derzeit werde versucht, die "immense Wissens- und Datenlücke" mit einem neu konzipierten Monitoring zu schließen.

Insektenrückgang bis zu 80 Prozent

Bis Frühjahr 2019 soll danach ein bundesweiter Leitfaden für eine einheitliche Erfassung von Insekten in Deutschland erarbeitet werden. "Aber auch schon die heutige Erkenntnislage über den Insektenrückgang zwingt auch ohne abschließende Ursachenermittlung zum sofortigen Handeln", betonte das Ministerium. "Verschiedene Studien in Deutschland zeigen teilweise dramatische Rückgänge in der Insektenbiomasse von bis zu 80 Prozent."

Die Landesregierung nehme das Phänomen "sehr ernst", heißt es weiter. Vor allem Rückgang und Verschlechterung der Lebensräume für Insekten seien mögliche Ursachen. Insektizide seien auch für Bienen nicht harmlos. Wenn nötig, werde sich die Landesregierung für weitere Verbote einsetzen.