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Piloten wollen mehr Geld: Ryanair am Boden

Streik bei Ryanair - da bleiben Flieger und Passagiere am Boden (Archivbild).
Streik bei Ryanair - da bleiben Flieger und Passagiere am Boden (Archivbild).
Foto: Francisco Seco/dpa

Frankfurt/Main. Kunden des irischen Billigfliegers Ryanair brauchen am heutigen Freitag vor allem Geduld. Wegen koordinierter Pilotenstreiks in mehreren europäischen Ländern haben die Iren von ihren 2.400 geplanten Flügen rund 400 abgesagt.

Berlin und Bremen

Schwerpunkt ist Deutschland, wo wegen des auf 24 Stunden beschränkten Streiks der Vereinigung Cockpit (VC) 250 Flüge abgesagt wurden – unter anderem auch in Berlin und Bremen. Hannover wird von Ryanair nicht bedient.

Piloten schlafen aus

Vor allem am frühen Morgen wird dem Plan zufolge kaum ein Ryanair-Flieger von einem deutschen Flughafen abheben. Im Laufe des Tages finden dann einige Flüge statt mit Maschinen, die aus anderen, nicht bestreikten Ländern landen und auch wieder starten.

Umbuchen oder erstatten

Europaweit sind rund 55.000 Passagiere betroffen, davon gut 42.000 in Deutschland. Sie konnten umbuchen oder sich ihre Tickets erstatten lassen. Weitere Entschädigungen lehnt Ryanair ab.

Noch mehr Streiks?

Der Ausstand soll am Freitag um 03.01 Uhr beginnen und am Samstag um 02.59 Uhr enden. Die Piloten streiken für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter. Weitere Streiks in der Urlaubszeit hat die VC nicht ausgeschlossen, will sie aber mit einer Frist von 24 Stunden vorher ankündigen.