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Jagd auf Nutrias und Wildschweine: Jetzt auch Eltern im Visier

Eine Biberratte - auch bekannt als Nutria - in der Autostadt in Wolfsburg.
Eine Biberratte - auch bekannt als Nutria - in der Autostadt in Wolfsburg.
Foto: Silas Stein/dpa

Hannover. Nutrias und Wildschweinen könnten mit Änderungen im niedersächsischen Jagdrecht harte Zeiten bevorstehen. Hintergrund bei den Nutrias sei der Hochwasserschutz, heißt in dem nun dem Landtag in Hannover vorliegenden Entwurf. Am Mittwoch soll die Novellierung erstmals im zuständigen Agrarausschuss diskutiert werden.

Nabu ist gegen Jagen

Die aus Südamerika stammenden Nutrias gefährdeten durch Untergraben Deiche und Dämme, heißt es zur Begründung für die anstehenden Änderungen. Künftig sollen die Nager auch von Nichtjägern mit Sachkundenachweis gefangen werden dürfen. Der Naturschutzbund Nabu sprach sich gegen die ganzjährige Bejagung aus und fordert stattdessen die Erarbeitung eines Managementplans.

Wegen der aus Osteuropa näher rückenden Afrikanischen Schweinepest soll die Jagd auf Wildschweine erleichtert werden. Künftig sollen notfalls auch Muttertiere zur Strecke gebracht werden dürfen, sollte ASP ausbrechen. Ein Übergreifen auf Hausschweine hätte Schäden in Milliardenhöhe zur Folge.