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Wie läuft's eigentlich so beim Kampf gegen kriminelle Clans?

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) will am Montag zeigen, wie Niedersachsen gegen Bandenkriminalität vorgeht (Archivbild).
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) will am Montag zeigen, wie Niedersachsen gegen Bandenkriminalität vorgeht (Archivbild).
Foto: Holger Hollemann/dpa

Hannover. Die niedersächsische Polizei und Justiz setzen der organisierten Kriminalität weiter nach. Darüber, wie sich die Arbeit der Behörden im Kampf gegen kriminelle Banden im vergangenen Jahr entwickelt hat, informieren Innenminister Boris Pistorius (SPD) und Justizministerin Barbara Havliza (CDU) am heutigen Montag in Hannover.

Sowohl auf Landesebene als auch länderübergreifend hat Niedersachsen in den vergangenen Monaten eine Reihe von Vorstößen gemacht. So beschlossen im März die Innenminister der norddeutschen Bundesländer auf Initiative Niedersachsens, die Ermittlungen gegen organisierte Einbrecherbanden besser zu koordinieren.

Schnellere Kommunikation

Erkenntnisse zu Tathergängen bei Wohnungseinbrüchen und Hinweise zu Tätern, die oft länderübergreifend agieren, sollen rascher ausgetauscht werden. Bereits im November 2017 hatten die Polizeibehörden in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung mobiler Einbrecherbanden intensiviert.

Zusammen gegen Clans

Einen weiteren Schwerpunkt bei der Bekämpfung organisierter Kriminalität in Niedersachsen bildet das Phänomen der Clankriminalität. Auch hier haben Polizei und Justiz ihre Kräfte gebündelt, um vermehrt gegen kriminelle Familiennetzwerke vorzugehen. So gab es nach Angaben des Innenministeriums im vergangenen Jahr 248 Einsätze im Zusammenhang mit kriminellen Clans, im Jahr davor waren es noch 143.