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Nach Unglück in Genua: 5 Brücken in Niedersachsen überwacht

Die Brücke hatte sich gesenkt und drohte einzustürzen – deswegen wurde sie abgerissen.
Die Brücke hatte sich gesenkt und drohte einzustürzen – deswegen wurde sie abgerissen.
Foto: dpa

Hannover. Nach dem tödlichen Einsturz einer Autobahnbrücke im norditalienischen Genua schließt die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ein solches Unglück für das Bundesland aus. Neu gebaute Brücken würden alle sechs Jahre bei einer so genannten Brückenhauptprüfung kontrolliert, sagte Harald Freystein, Leiter der Abteilung konstruktiver Ingenieurbau bei der Landesbehörde, am Dienstag dem Sender Radio ffn in Hannover.

"Brückenhauptprüfung heißt, dass ein speziell dafür ausgebildeter Prüfingenieur diese Brücke aufsucht und so intensiv prüft, dass er jeden Quadratmeter dieser Brücke mit der Hand anfassen kann", sagte er.

Größere Risse

In Niedersachsen werden seinen Angaben zufolge derzeit ungefähr fünf Brücken wegen größerer Risse intensiv in Echtzeit überwacht. Dabei werden von an den Brücken angebrachten Messsensoren Daten an die Betriebszentrale der Landesbehörde übermittelt. Dort könne man sofort reagieren, wenn etwas Kritisches passiere. Zu Sperrungen sei es noch nicht gekommen.