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Medizintests im Heim: Rotenburg arbeitet Vergangenheit auf

Was hinter diesen Mauern der heutigen Rotenburger Werke passiert ist, wird jetzt langsam aufgearbeitet. (Archivbild)
Was hinter diesen Mauern der heutigen Rotenburger Werke passiert ist, wird jetzt langsam aufgearbeitet. (Archivbild)
Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Rotenburg. Heimkinder haben in den Nachkriegsjahrzehnten vielerorts Leid erlebt. Welche Menschenrechtsverletzungen es in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung im niedersächsischen Rotenburg an der Wümme gab, hat jüngst das Buch "Hinter dem Grünen Tor. Die Rotenburger Anstalten der Inneren Mission, 1945-1975" aufgedeckt.

Demnach wurden dort noch nicht zugelassene Medikamente an Kindern und Jugendlichen getestet, der Alltag war geprägt von Fremdbestimmung, Arzneimitteln und Gewalt. Die Studie entstand im Auftrag der kirchlichen Einrichtung, die heute Rotenburger Werke heißt.

Öffentlich diskutieren

Sie möchte die Vergangenheit aufarbeiten und lädt Interessierte am Donnerstag (19 Uhr) zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ein. Neben dem Autorenteam des Buchs werden Vertreter der Einrichtung und des niedersächsischen Sozialministeriums erwartet.